Momentan stehen insgesamt drei Rechner hier im Hause herum, temporär auch immer mal das eine oder andere Notebook. Die PCs sind, wie sollte es auch wohl anders zu erwarten sein, vernetzt.
Da der Drucker ebenfalls eine 100MBit-Karte eingebaut hat, ist dieser ebenfalls mit vernetzt worden. Drucken übers Netzwerk erleichtert die Sache doch ungemein. Aber wie ist das Ganze nun vernetzt? Dafür bietet sich wohl ein Blick auf diese Grafik an.
Das ist inzwischen ein Ersatz-Fritz!Box, da das ursprüngliche Gerät, das ich vor etlichen Jahren beim DSL-Vertragsabschluß von 1&1 bekommen habe (inzwischen bin ich bei T-Home und habe DSL 16000+), etliche Macken aufweist und somit nicht mehr zu gebrauchen ist.
Aber auch diese - gebraucht als neu gekaufte - Box zickt etwas herum, speziell, was das WLAN betrifft. Ich glaube nicht, daß es an der Hardware liegt, denn die alte Box hat genau das gleiche Verhalten gezeigt. AVM bescheinigt mir einen komplexen Netzwerk- und Telefonie-Aufbau, mit dem die Box nicht zurecht kommt. Nach dem Auslesen der Logs, endlosen weiteren Runden mit Log-Abzügen, Aufspielen diverser Labor-Firmversionen, die alle keine Verbesserung brachten, habe das jetzt sein lassen. Jedenfalls kann ich die Sekunden zählen, bis die Box abstürzt bei dem Versuch, per WLAN darauf zuzugreifen. Dumm ist nur, daß sie nicht mehr von alleine auf die Beine kommt. Man muß den DSL-Stecker abziehen und warten, bis sie wieder hochlaufen ist. Dann den DSL-Stecker wieder rein und hoffen, daß die DSL-Synchronisierung klappt. WLAN ist jetzt abgeschaltet, der WLAN-Zugriff erfolgt über den alten US Robotics-Router.
Der Datenserver, der im Keller stand und über die DLAN-Adapter angebunden war - und das auch noch über den Umweg von zwei Stromzählern, war mir jetzt doch zu langsam. Auch lief die Kiste noch mit Windows 98SE, was auch nicht gerade zur Stabilität beigetragen hat. Also fiel die Wahl auf einen NAS, der dann direkt an den Router angeschlossen werden sollte. Die Wahl fiel die Synology Diskstation 210+, da sie bei Test mit einer sehr guten Performance abgeschnitten hat und der Preis für das Gerät auch im Bereich des Bezahlbaren liegt.
Ausgestattet habe ich die DiskStation mit zwei 2TByte-Enterprise-Festplatten von Hitachi, die im RAID1 laufen. Das Einrichten de RAIDs mit der Überprüfung etc. hat rund 10 Stunden gedauert.
Die Synology DiskStation DS210+ kann zwei 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-SATA-Festplatten aufnehmen und untersützt neben JBOD auch RAID 0 und 1. Nach dem Einbau wird die DiskStation per RJ-45-Kabel mit dem Netzwerk verbunden und ermöglicht das Herunterladen von Dateien aus dem Internet und das Bereitstellen von Multimedia-Inhalten durch einen DLNA- und UPnP-Media-Server. Auch zusätzlicher Speicher läßt sich über eSATA und USB in das Netzwerk integrieren, ebenso zwei Drucker und bis zu zwölf IP-Kameras. Zudem können auf der DiskStation DS210+ die Daten von Computern im Netzwerk für alle zugänglich gespeichert werden.
Bezeichnung: Synology DiskStation DS210+
Farbe: schwarz
Anschlüsse:
1x RJ-45 (LAN)
3 x USB 2.0
1 x eSATA
1 x Power
Transferrate (LAN): 10/100/1000 MBit/s
LEDs: 1 x LAN Link, Power, Status, HDDs
Tasten: Stromschalter, USB-Copy, Reset
Lüfter: 1
Features:
unterstützt RAID 0, 1 sowie JBOD, iSCSI, bis zu zwölf IP-Kameras gleichzeitig, DLNA- und UPnP-Media-Server, Download-Station 2, iTunes-Server, Audio-Station 2, Photo-Station 4, unterstützt bis zu 2048 Benutzer, 256 Benutzergruppen, 256 Shared-Ordner, 256 Verbindungen (Samba, FTP, AFP), EXT3-Dateisystem, unterstützt eSATA- und USB-Speicher mit FAT- und NTFS-Dateisystem
Bemerkung:
CPU: 1,06 GHz, Speicher: 512 MB DDR2, ein eSATA und drei USB-2.0-Host-Anschlüsse für eSATA/USB-Speicher und max. zwei PostScript-USB-Drucker, 70-mm-Lüfter mit 22,1 dB(A)
Festplattenslots:
zwei 3,5"- oder 2,5"-SATA-Festplatten einbaubar (unterstützt bis zu 2 TB große Festplatten)
Kompatibel zu: Windows ab 2000, MacOS X ab 10.3, Ubuntu ab 9.04
Leistungsaufnahme: 30 W
Zubehör:
Anleitung (deu, eng, fra, spa, ita, hol, usw), Install-CD, Schrauben, 2 Meter langes RJ-45-Netzwerkkabel, Netzteil mit Netzkabel
Gewicht: 890 g
Abmessungen (BxHxT): 88 mm x 161 mm x 218
Beschreibung der Festplatten:
Die Hitachi HUA722020ALA330 ist eine langlebige 2 TB fassende Festplatte mit sehr hohen Leistungsdaten, wie 32 MB Cache und einer durchschnittlichen Zugriffszeit von 8,2 Millisekunden. Sie kommt mit geringem Stromverbrauch trotz schnellen 7200 U/min, verbesserter Resistenz gegen Vibrationen (Rotational Vibration Safeguard) und Perpendicular-Magnetic-Recording-Technologie.
Diese externe Festplatte ist per eSATA an dem NAS angeschlossen. Darauf wird das Backup der Daten aufgespielt.
Mit den Daten der Festplatte kann ich leider noch nicht dienen. Von der Firmware-Version her sieht es so aus, daß es eine Seagate-Festplatte sein könnte. Allerdings ist die Seriennummer alles andere als Seagate-typisch, im Web habe ich dazu auch nichts gefunden. Aufschrauben will ich das Gehäuse jetzt aber (noch) nicht.
Nachdem der Netgear-Switch die Grätsche gemacht hat, habe ich mit den DLink-Switch besorgt. Dieser ist ein 100MBit-Switch mit acht Twisted Pair-Anschlüssen.
Der Switch hängt hinter dem DSL-Router. Zum Glück kommt auch der Drucker damit zurecht, weil ich schon mal einen anderen Switch hatte, bei dem der Drucker nicht per Netzwerk ansprechbar war. Mehr dazu beim Drucker selbst.
Seit mehreren Jahren habe ich diesen Router nun am Laufen. Mit diversen Firmware-Updates des Routers und Treiber-Updates der zugehörigen WLAN-Karte USR805410 habe ich nun auch die WPA-Verschlüsselung zur Verfügung.
Zusätzlich dazu hat sich wohl auch die Signalqualität verbessert. Jedenfalls behaupten das die Anzeigen der Signalstärke und Linkqualität. Es wird nun auch die richtige Übertragungsgeschwidigkeit gemeldet, nämlich bis zu 125MBit/sec.
Insgesamt bin ich mit dem Router zufrieden. Ich verwende ihn nur als Access Point, da die ganze DHCP-Geschichte und Einwahl ins Internet die Fritz!Box übernimmt. Damals habe ich den Router und die zugehörige WLAN-Karte im Bundle gekauft, da war es einfach das günstigste Angebot und im Zweifelsfall habe ich nun auch eine Backup-Möglichkeit zur Einwahl ins Internet, wenn die Fritz!Box mal ihren Geist aufgeben sollte.
Ich habe die beiden alten 14MBit-Adapter gegen neue DLAN-Geräte ersetzt, die bis zu 200MBit können (Ethernet-Version). Die Einrichtung mit dem mitgelieferten Programm ist ein Kinderspiel. Es ist nur zu beachten, daß die Adapter nicht an einer Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz eingesteckt werden dürfen. Die Adapter werden erkannt - manchmal. Das reicht aber nicht für eine sichere Verbindung. Normale Steckdosenleisten, auch welche mit einfachem Schalter, können verwendet werden.
Aktuell ist ein Adapter in einer Wandsteckdose, der andere vom Router ist in einer Steckdosenleiste. Die Übertragungsrate zwischen diesen beiden Geräten liegt bei rund 130MBit/s Upstream und rund 125MBit/s Downstream (ausgelesen mit dem Informer). Dabei geht der Signalweg über zwei Sicherungen hinweg.
Testhalber mal ausprobiert: Stecke ich einen Adapter im Keller ein, so geht der Weg über zwei Stromzähler. Insgesamt funktioniert es. Der Upstream liegt bei rund 35MBit/s, der Downstream bei rund 25Mbit/s. Also ist Verschlüsseln angesagt, damit der Nachbar nicht mithören kann. Die Verschlüsselung kann beim Setup mit eingerichtet werden.
Alle angegebenen Werte schwanken auch immer etwas. Ich habe schon mehr, aber auch schon weniger gesehen.
Der Aufbau des Druckers war etwas längerwierig. Zunächst mußte das Gerät an den dafür vorgesehenen Platz. 27kg sind kein Pappenstiel, wenn man das Gewicht auf ein 80cm hohes Board wuchten und auch noch sanft absetzen will. Aber die Ingenieure haben auch daran gedacht und dem Gehäuse an jeder Seite einen vernünftigen Griff spendiert. Die Aufbauanleitung ist ein reines Bilderbuch ohne jeglichen Text. Aber mit genügend Zeit und Überlegung, was denn nun wohl mit irgendeinem Symbol gemeint sei, habe ich die unzähligen Transportsicherungen entfernen können. Die Installation des Treibers hingegen war simpelst, auch unter Windows XP: IP am Drucker einstellen. Dann das Setup auf der CD starten, den Anweisungen folgen. Fertig. Fünf Minuten vielleicht. Länger hat's nicht gedauert.
Der Drucker hat von Haus aus 128MB Speicher drin, aber in allen Testberichten habe ich gelesen, daß Grafiken oder große Dokumente allgemein mit wenig Speicher dann sehr lange für den Ausdruck benötigen. Also habe ich mir gleich noch einen 512MB-Riegel dazu bestellt. Dazu kann man auf kompatible Produkte wie z.B. von Kingston (habe ich jetzt gekauft) zurückgreifen. Der von Lexmark zertifizierte Speicher war mir doch ein wenig zu teuer, genauer gesagt, kostet ein solcher 512MB-Riegel mehr als Doppelte. Vom Preis des Druckers ... rund 800 Euro ... Der Kingston-Speicher für 32 Euro tut's auch.
Die Druckqulität ist gut bis sehr gut. Die Druckgeschwindigkeit auch. Der Hochlauf nach dem Einschalten dauert ein wenig lange, auch deshalb, weil er wohl jede Speicherzelle der 640MB durchprüft. Aus dem Standby ist der Drucker sehr schnell druckbereit.
Die Geruchsbelästigung hält sich sehr in Grenzen. Die Lüfter zeigen in die von mir abgewandte Richtung, die Lautstärke ist ingesamt weniger hoch als bei dem alten Magicolor, subjektiv jedenfalls. Im Energiesparmodus läuft der Drucker trotzdem hin und wieder kurz an, ich weiß nicht, was er da macht. Der Lüfter bläst halt mal kurz und irgendwelche Walzen drehen mal, dann ist aber auch schon wieder Ruhe.
Dadurch daß ich den dritten DLAN-Adapter momentan im Wohnzimmer eingesteckt habe, ist die Central Station derzeit nicht im Netzwerk mit drin. Grundsätzlich ist es möglich, aber aktuell brauche ich es auch nicht. Ich könnte mir auf diese Weise ein Backup der Einstellungen abziehen oder dieses eben zurückspielen.
Der Fernseher ist per WLAN am Netz, so daß ich vom NAS aus auf die Bild-, Video- und Musik-Dateien zugreifen kann.
Durch die Wandmontage des TVs - und in dieser Wand ist auch viel Eisen - reicht das WLAN nicht bis zur Fritz!Box, deren WLAN derzeit ohnehin abgeschaltet ist. Direkt unter dem Fernseher steht jetzt der US Robotics-Router. Funktioniert wunderbar.